“Zersiedelung” bei Windenergieanlagen verhindern - Verbandsgemeinderat Dudenhofen lässt geänderten Flächennutzungsplan passieren

21.09.2006 | www.speyer-aktuell.de | Clemens Körner

“Wir versuchen das zu regeln, deshalb müssen wir uns mit dem Problem befassen.” Bürgermeister Clemens Körner machte in der Sitzung des Verbandgemeinderats Dudenhofen deutlich, warum die Änderung des Flächennutzungsplans auf der Tagesordnung stand. Hintergrund ist die Absicht, “Zersiedelung” - wie es Günther Schmitt (SPD) ausdrückte - zu verhindern, wenn es um Windkraftanlagen geht.

Denn die modernen Windmühlen können im Prinzip überall gebaut werden, selbst mitten im Wald, wenn die Gemeine keine speziellen Flächen ausweist. Aber eigentlich wollen die Dudenhöfer mit Speyer und Römerberg gemeinsam eine Fläche ausweisen und zwar dort, wo auf Römerberger Gebiet bereits ein Windrad steht. So konnte man Mathias Rövers (Grüne) Frage, ob man den Plan überhaupt ändern müsse, durchaus verstehen. Aber damit die angestrebte "interkommunale Kooperation" auch genehmigt werde, müsse nachgewiesen werden, dass dies der geeigneste Standort sei, so der Bürgermeister. Also: man will zwar gar kein Windrad auf dudenhofener Gemarkung aber trotzdem muss der Flächennutzungsplan geändert werden - so sagt es die Bürokratie.

Ab dem nächsten Jahr steigt der Anteil der Verbandsgemeinde am Ruftaxi von der zeit 11 auf 27,5 Prozent. Zwar war die Zustimmung im Rat sicher, aber Gisela Horix (SPD) bemängelte, dass am Wochenende die Einsatzzeiten nur am Abend nicht ausreichten, da nur wenige Busse fahren würden. Vor allem ältere Mitbürger sah sie dadurch benachteiligt. Außerdem wurde angeregt, die Möglichkeit Ruftaxi-Nutzung besser zu bewerben, damit es besser angenommen werde.
Der überarbeitet Gesellschaftervertrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Pfalz-Kreis passierte einstimmmig den Rat.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte der Bürgermeister einen “Praktikanten” aus dem Senegal, der für ein Jahr in Speyer an der Verwaltungshochschule seine Ausbildung vervollkommnet: “Er will prüfen, ob man das Verbandsgemeindemodell auch im Senegal einführen kann”, scherzte Körner. (ks)