Gemeinde Dudenhofen und "FriedWald GmbH" unterzeichnen Vertrag - ab Frühjar 2008 Baumbestattungen möglich

29.06.2007 | www.speyer-aktuell.de | Clemens Körner
Unterzeichnung der Verträge v.l. Clemens Körner, Manfred Hook und Petra Bach
Unterzeichnung der Verträge v.l. Clemens Körner, Manfred Hook und Petra Bach

Mit ihrer Unterschrift unter einen Vertrag besiegelten der Beigeordnete Manfred Hook für die Verbandsgemeinde Dudenhofen und und Petra Bach, Geschäftsführerin der Friedwald GmbH, die Einrichtung eines Friedwaldes. Vermutlich ab dem Frühjahr 2008 können sich Menschen aus der ganzen Region auf einer Waldfläche zwischen Dudenhofen und Hanhofen unter einem Baum zur letzten Ruhe betten lassen.

Das Interesse an dieser alternativen Bestattungsform sei groß, versicherten Bürgermeister Clemens Körner und FriedWald-Geschäftsführerin Bach. Es habe bereits etwa 190 Anfragen gegeben, 50 davon hätten sich auf die Liste setzen lassen - “die wollen wirklich”, so Körner.

Bis auf die Tatsache, dass man in Urnen unter Bäumen bestattet werde, laufe alles wie gehabt ab, versicherte FriedWald-Mitarbeiter Matthias Laufer. Ein Beerdigungsinstitut übernehme die Bestattung, auch eine Trauerfeier im Wald sei möglich, allerdings Blumenschmuck sei nicht erlaubt.

Auf einer Fläche von 53 Hektar könne man sich bereits zu Lebzeiten einen Baum aussuchen, den man sich durch einen mit FriedWald geschlossenen Vertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren sichern könne. “Das ist ein Vorsorgeprojekt, in das oft die ganze Familie einbezogen ist”, sagte Körner. Das ist nicht verwunderlich, denn unter den gepachteten Baum können bis zu 10 Personen bestattet werden. Zwar sei die Friedwald-Bestattung etwas teuerer als die normale Urnenbestattung, aber durch das lange Nutzungsrecht und den fehlenden Folgekosten sei es für viele Menschen auch wirtschaftlich interessant, vermutete die FriedWald-Chefin.

Bedenken der Kirchen habe man ebenfalls ausräumen können, betonte Körner. So sei ein ökumenischer Teil geplant, der geweiht werde und auf dem ein Kreuz aufgestellt werden soll.

Insgesamt nehme das Interesse an dieser Bestattungsform zu. Als Hauptgrund nannte Bach die Verbindung von Menschen zur Natur. Die meisten seien zwar religiös, gehörten aber nicht zu den Aktiven in Kirchen. (ks)/Foto: ks