Noch kein Gegenkandidat für Clemens Körner - Ein halbes Jahr vor der Verbandsbürgermeisterwahl mehr oder weniger hektische Suche bei der Konkurrenz

19.01.2008 | Rheinpfalz Speyer | Clemens Körner

Dudenhofen. Ein halbes Jahr ist es noch bis zur Verbandsbürgermeisterwahl in Dudenhofen am 22. Juni, und Amtsinhaber Clemens Körner (CDU) hat bereits angekündigt, erneut zu kandidieren. Ob es weitere Bewerber gibt, ist allerdings unklar: Die anderen Parteien und Wählergruppen in Dudenhofen, Harthausen und Hanhofen sind noch auf der Suche nach geeigneten Personen oder haben sich bislang gar keine Gedanken über das Thema gemacht.

„Ich fühle mich noch zu jung, um spazieren zu gehen", sagt der 48-jährige Körner. Er hatte sich bei der Wahl vor acht Jahren mit 57,5 Prozent der Stimmen gegen die Hanhofenerin Friederike Ebli (SPD) durchgesetzt und bereits 2007 durchblicken lassen, erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren - und nicht etwa für das des Landrats, das 2009 zu vergeben ist. Am 12. März steht die CDU-Nominierung an.

Bis 21. April, 18 Uhr, können dann Bewerbungen an die Verbandsgemeindeverwaltung gesendet werden - auch von unabhängigen Kandidaten, die sich auf die noch zu erstellende Ausschreibung melden. Allerdings: Binnen zweier Monate einen Bewerber erfolgversprechend gegen den bekannten Amtsinhaber zu platzieren, dürfte fast unmöglich sein. Es ist also Eile geboten.

Günther Schmitt ist sich dessen bewusst. Der Hanhofener führt den SPD-Gemeindeverband, der mit Friederike Ebli nicht nur eine Ortsbürgermeisterin und Abgeordnete im Landtag stellt, sondern bei der Bürgermeisterwahl 2004 auch um ein Haar mit Gisela Horix für eine Überraschung in Harthausen gesorgt hätte. Ob es diesmal klappt, ist jedoch ungewiss. „Es ist noch nichts festgelegt, wir müssen sehen, ob wir jemanden finden", sagt Schmitt. Nach gescheiterten ersten Bemühungen hat er eine Sitzung für nächsten Dienstag einberufen. Sein Problem: Mit Ebli, die in Mainz als Abgeordnete und Sozialausschuss-Vorsitzende gut zu tun hat, steht die Gallionsfigur diesmal für eine Kandidatur nicht zur Verfügung. Auch Horix hat abgesagt: „Mein Job als Referentin für Acker- und Pflanzenbau im Mainzer Wirtschaftsministerium bereitet mir viel Freude. Hauptamtliche Bürgermeisterin zu sein, das wäre nicht die richtige Arbeit für mich." Schmitt selbst will ebenfalls kein Kandidat sein: Als 58-jährigem Industriemeister fehle ihm die Verwaltungserfahrung.

Die FWG schließt es heute schon aus, einen eigenen Kandidaten zu stellen, FDP und Grüne sind unentschlossen. „Wir rechnen uns keine Chancen aus, und nur um öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen, machen wir das nicht", sagt FWG-Fraktionschef Professor Rudolf Aldag. Dr. Hartmut Lardon, Chef des FDP-Gemeindeverbands, will in einer Vorstandssitzung am 18. Februar suchen. Er selbst als „Chemiker in zentraler Funktion für die BASF-Gruppe" trete nicht an. „In einer Demokratie wäre es schlecht, wenn es nur einen Bewerber gäbe", so Grünen-Vorstandssprecher Reinhard Burck. Aber: „Wir haben uns über die Wahl noch nicht unterhalten." Für seine Partei sei auch die Unterstützung eines SPD-Kandidaten denkbar. (pse)