Dudenhofen mit zukunftsweisendem Konzept bei der Verwendung von erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Erdwärme und Holz

18.07.2006 | www.speyer-aktuell.de | Clemens Körner

39 Fotovoltaikanlagen im Bereich der Ortsgemeinde Dudenhofen decken den Strombedarf von etwa 46 Haushalten ab. Diese durchaus beeindruckenden Zahlen nannte Bürgermeister Clemens Körner im Gespräch mit Speyer-aktuell. "Wir haben inzwischen auf allen gemeindeeigenen Gebäuden Solaranlagen", so der Bürgermeister.

Aber nicht nur bei der Solarenergie will die Gemeinde Spitze sein, im Konzept stehen neben Holzhackschnitzelanlagen auch die Geothermie. Bei der Nutzung der Erdwärme sei die Firma "Enex Deutschland" als Partner aus dem Rennen. Da man bei der Speyerer Bohrung auf Erdöl gestoßen sei und "Enex" keine Bergrechte auf die Nutzung von Kohlenwasserstoffen im Bohrgebiet habe, sei für das Unternehmen das Risiko zu groß. deshalb laufe es auf "FirstGeotherm" hinaus, die sowohl die Rechte an der Nutzung der Erdwärme als auch von Erdöl besitze.

Körner erläuterte noch einmal, dass bei der Nutzung vor Holz aus dem eigenen Wald in einer Hackschnitzelanlage für die Schule sowie die dort geplante Kindertagesstätte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können: Das Holz im Wald sei von minderer Qualität und wird sowieso schon zu Hackschnitzeln verarbeitet, die als Energieträger Co2-Neutral seien. "Es sei sogar zu überlegen, ob man nicht in ein Blockheizkraftwerk investiere.

Inzwischen sei man sich auch mit Römerberg und Speyer über den Standort von weiteren Windkraftwerken einig. Die sollen auf Römerberger Gemarkung neben dem bereits installierten Windrad stehen. Die Gemeinderäte der drei Kommunen hatten in den letzten Tagen diesem Verfahren zugestimmt. (ks)